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Ausdauer war gefragt

Versammlungsmarathon in Bad Hersfeld

 .29.04.2015 | Text: Susanne Koller.

Den Rekord des Vorjahres in Bad Hersfeld brach die diesjährige Jahreshauptversammlung am 18.04.2015 in Bad Hersfeld, die die 20 Uhr-Grenze überschritt.
Aufgrund Erkrankung der beiden bewährten Protokollführerinnen der Geschäftsstelle wurde die gesamte Jahreshauptversammlung mit Zustimmung der Mitglieder aufgezeichnet. Das Protokoll wurde durch Cordula Schladitz geführt und nach deren Abreise durch Theresa Mueller. Beiden gilt dafür unser Dank.
Bei strahlend schönem Wetter waren nur knapp mehr als 50 stimmberechtigte Mitglieder erschienen. Der Entscheidung des geschäftsführenden Vorstandes, den Verbandsanwalt erneut zur Versammlung einzuladen, wollte sich die Mitgliederversammlung aus Kostengründen nicht anschließen. Sie votierte gegen seine Teilnahme, weshalb dieser, nachdem er noch einige Empfehlungen gegeben hatte, wieder nach Hause fahren konnte.
Aufgrund zahlreicher Anträge von Mitgliedern zur Tagesordnung wurde diese auf Antrag der Mitglieder umgestellt und die Anträge den jeweiligen Themenbereichen zugeordnet. Nach dem Bericht aus dem Vorstand, den Dr. Michael Kersebaum, der erste Vorsitzende des Verbandes, vorgetragen hatte,  folgten Berichte  von Tagungen und Sitzungen der ECAHO, WAHO, ISG, IFAHR und der CIAA.
Die neu erlangte Vollmitgliedschaft des VZAP in der CIAA und die damit internationalen Anerkennung des Anglo-Araber-Stammbuches verkündete unser Honorarzuchtleiter Karl-Ludwig Lackner, der daran maßgeblich mitgewirkt hatte.
Im Rahmen der Verleihung der Elitetitel wurden dieses Jahr insgesamt drei Stuten und drei Hengste geehrt. Anwesend waren Claudia Kaul, die stolz die Urkunde und Plakette für ihre beiden bunten Arabisch Partbred-Hengste TE Pharenheit und TE El Shamir entgegennehmen konnte, ebenso wie Heliodoro Ramos-Arzate für seine aus Spanien importierte Vollblutaraberin Pedra. Ebenfalls zwei Elitetitel konnte Bernd Zimmermann als Züchter und Besitzer der Vollblutaraberstuten Amurath Masira und Amurath Mofeedah mit nach Hause tragen. Ein weiterer Titel ging an den Vollblutaraberhengst Narym, dessen Urkunde an seine Besitzerin Barbara Braun übersandt werden wird. Allen sei an dieser Stelle hierzu gratuliert.

Nach der erfreulich großen Resonanz, die die neu eingeführte Sportpferdeplakette bereits 2013 erfuhr, war der zweite Jahrgang aus dem Jahr 2014 ausgewertet worden. Auch diesmal konnten Pferdebesitzer in allen Disziplinen Plaketten mit nach Hause nehmen. Alle weiteren Einreicher erhalten ihre Plakette und die Urkunde per Post zugesandt. Die Ergebnisse finden Sie zeitnah hier auch auf unserer Homepage sowie im nächsten EQUUS ARABIAN.
Nachdem die Fachausschüsse nunmehr seit einem Jahr ihre Arbeit aufgenommen hatten, folgten nach den Ehrungen sowohl der Bericht aus dem Zuchtausschuss durch Caroline Bär wie für den Fachausschuss Sport- und Leistungsprüfung durch Bert Petersen. Für den Fachausschuss Veranstaltung und Schau berichtete Wolfgang Eberhardt und für den Ausschuss Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit Lisa Wohlbier.
Nach der Mittagspause folgte der Geschäftsbericht, der von Herrn Weber vorgetragen wurde, sodann Kassenbericht und Jahresabschluss. Deutliche Kritik musste sich der geschäftsführende Vorstand hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung gefallen lassen. Die Kritik wurde auch in dem Bericht der beiden Kassenprüfer erkennbar, die als Hauptursachen für das negative Jahresergebnis 2014 in einzelnen Positionen zu hohe Budgetansätze auf der einen und auf der anderen Seite und zum Teil erheblich überzogene Einzelposten (zum Beispiel Reisekosten und Kosten für die Rechtsberatung) nannten.
Nach ausführlicher Beantwortung etlicher, gerade die Finanzsituation betreffender Anträge aus den Mitgliederreihen wurde durch den Vorstand vorgeschlagen, einen Finanzausschuss zu bilden, der die wirtschaftliche Situation unseres Verbandes analysieren und Wege aus der angespannten finanziellen Situation finden soll. Vorgeschlagen wurden Wolfgang Eberhardt, Alexander Hofmann, Bernd Zimmermann und Karsten Scherling. Die anwesenden Mitglieder begrüßten diesen Vorschlag ausdrücklich, so dass der Ausschuss vor Ort ins Leben gerufen wurde. Dieser erhielt die Ermächtigung, sämtliche Zahlen und Unterlagen einzusehen sowie ein Konsolidierungskonzept zu erarbeiten und dem Vorstand vorzulegen und sicherte zu, seine Arbeit umgehend aufzunehmen.
Daraufhin entschlossen sich etliche Mitglieder, weitere gestellte Anträge zurückzunehmen. Trotz der Finanzsituation wurden sodann – allerdings bei einer sehr großen Zahl von Enthaltungen – Geschäftsführender Vorstand und der Gesamtvorstand entlastet.
Als erste Kassenprüferin wurde Melitta Burger gewählt, als zweite Kassenprüferin Jana Czernutzky und als Vertreterin Frau Wolf de Schwalbe. Alle nahmen die Wahl an. Frau Wolf de Schwalbe hatte sich zusätzlich in der Mitgliederversammlung spontan bereit erklärt, ehrenamtlich die in der Geschäftsstelle befindliche Fachliteratur zu sichten, sortieren und zu katalogisieren. Ihr sei hierfür Dank ausgesprochen.
Auch das vorgelegte Budget für das Geschäftsjahr 2015 wurde von der Mitgliederschaft massiv kritisiert. Etliche Planansätze wurden aus den Reihen der Mitglieder als unrealistisch eingeschätzt worden. Auf den neu gebildeten Finanzausschuss kommt somit eine nicht gerade einfache Aufgabe zu. Allen, die sich bereit erklärt haben, hier mitzuwirken, sei bereits jetzt im Namen des Verbandes Dank ausgesprochen.
Im weiteren Verlauf ging es dann um Änderungen der Zuchtbuchordnung. Erneut waren auf Empfehlung des Zuchtausschusses und Aufforderung der Aufsichtsbehörde den Mitgliedern zahlreiche Änderungen vorgelegt worden, über die abzustimmen war. Wichtig war die Neueinfügung der nach Erlangung der Vollmitgliedschaft bei der CIAA erforderlich gewordene Anpassung der Zuchtbuchordnung für die Anglo-Araber. Diese Anpassung wurde durch die anwesenden Mitglieder einstimmig angenommen.
Der Zuchtausschuss hatte sich in etlicher Korrespondenz und zwei Sitzungen ausführlich mit den Änderungsvorschlägen der Aufsichtsbehörde und anderen redaktionellen Korrekturen befasst. Dazu gehörte entsprechend dem Vorschlag des Zuchtausschusses die Angleichung der Noten für die Kör- und Eintragungshengste mit Anhebung der Noten für Gesamteindruck und Entwicklung und die Korrektur der Punktesummen.
Nachdem der Antrag, die Rittigkeitsprüfung für Hengste der Rasse Arabisch Vollblut abzuschaffen, aus Zeitgründen vorerst zurückgenommen wurde, konnte über Änderungen zu dieser Prüfung diskutiert werden.
Entsprechend der Empfehlung des Zuchtausschusses wurde beschlossen, die Rittigkeit mit dem Faktor zwei zu multiplizieren, um hierauf deutlicher Gewicht zu legen. Der Vorschlag aus den Reihen der Mitgliederversammlung, namentlich der Marbacher Gestütsleiterin Dr. Velsen-Zerweck,  als Richter zukünftig mindestens einen FN-Richter für diese Prüfung einzuladen, wurde von allen Anwesenden begrüßt.
Bei der Hengstleistungsprüfung Distanz über Wertungskilometer wurde die vorgeschlagene Altersgrenze für Hengste eingeführt, wie in der vor der Mitgliederversammlung veröffentlichten Fassung angekündigt. Bei der Leistungsprüfung für Stuten über Wertungskilometer wurde die Kilometerzahl wieder auf die bereits früher bestehenden 500 km reduziert. Die Distanzprüfungen für Stuten wurden klarstellend erneut umbenannt in Zuchtstutenprüfung (Dauer über ein Jahr) und Stutenleistungsprüfung (Dauer drei Jahre).
Dem Vorschlag des Zuchtausschusses, neben der zentralen Eintragung die Möglichkeit von Hofeintragungen für Hengste abzuschaffen, wollte die Mitgliederversammlung jedoch nicht folgen. Vorgeschlagen wurde stattdessen, die Gebühren hierfür zukünftig deutlich anzuheben. Hierüber wird die Mitgliederversammlung im kommenden Jahr 2016 zu befinden haben, ebenso über die Anregung des Zuchtausschusses, die Gebühr für versäumte Fristen anzuheben und mit Nachdruck geltend zu machen. Bedauerlicherweise haben bis heute etliche Mitglieder ihre Pferde nicht entsprechend der Beschlüsse der Mitgliederversammlung auf Gendefekte testen lassen. Inwieweit daraus Konsequenzen für die betroffenen Pferde zu folgen haben, wird besprochen werden müssen.
Der schließlich gestellte Antrag etlicher Mitglieder, das Equus Arabian den Mitgliedern nicht nur als Abonnement zu empfehlen, sondern wieder fest über ein deutlich vergünstigtes Abonnement aufzunehmen, konnte in der Versammlung nicht entschieden werden, wurde aber intensiv diskutiert.
Das Angebot des Verlages wird, so verlockend es mit deutlich vergünstigten Preisen auch ist (€10,00 günstiger als im Normalbezug und dafür je Ausgabe vier bis sechs Seiten gratis für den VZAP), nicht angenommen werden können. Hierauf wies Herr Weber von der Geschäftsstelle ausdrücklich hin. Aktuell zahlt gut die Hälfte der Mitglieder die Jahresbeiträge nicht pünktlich, etliche bleiben ihn vollständig schuldig. Da eine derartige Vereinbarung mit dem Verlag beinhalten würde, dass die vergünstigten Abonnementkosten durch den Verband mit den Jahresrechnungen in Rechnung werden gestellt müssten und der Verband dem Verlag den Betrag vorab bezahlen müsste, würde der VZAP wohl auf einem Gutteil der Kosten sitzen bleiben. Der Appell der Geschäftsstelle an die Mitglieder, die Gebühren zu bezahlen und damit die Arbeit des Zuchtverbandes zu ermöglichen, war deutlich.
Die Rekordmarke von 20 Uhr wurde denn dann tatsächlich überschritten und gegen 20:20 Uhr konnte die Versammlung durch den ersten Vorsitzenden geschlossen werden.
Allen Mitgliedern und auch den beiden Mitarbeitern der Geschäftsstelle, die mit nach Bad Hersfeld gekommen waren und wie immer geduldig und fachkundig Fragen beantworteten, sei im Namen des Verbandes gedankt.

Der Vorstand