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Versammlungsmarathon in Bad Hersfeld

Verfassung und ZBO abgesegnet

.04.07.2013 | Text: Susanne Koller .

Es war ein wahrhafter Versammlungsmarathon, dem sich am Samstag, den 29.06., in Bad Hersfeld von etwa 11 Uhr bis deutlich nach 20 Uhr die anwesenden Mitglieder des Verbandes unterzogen.

Ohnedies war das Programm bereits ehrgeizig, weil zur weiteren Anerkennung des Verbandes als Zuchtorganisation ab 1.01.2014 die ZBO den Vorgaben der Ministerien entsprechend geändert und zu Hengstleistungsprüfung und anderen Punkten angepasst werden musste. Ergänzt wurde es durch im Vorfeld an den Vorstand gestellte Fragenkataloge und etliche Anträge von Mitgliedern. 36 teils identisch lautende Fragen hatten zwei Mitglieder an den Vorstand gerichtet, die im Rahmen des Vorstandsberichts durch diesen mehr als eine Stunde lang akribisch und unter Vorlage von Zahlen geduldig beantwortet wurden. Ob Fragen nach Kosten und Wirtschaftlichkeit von Verbandsveranstaltungen, die es gar nicht gegeben hat, oder nach Zahlungen von weder vorgesehenem noch je geltend gemachtem Verdienstausfall für die ehrenamtlichen Musterungsbeauftragten allerdings Sinn machen, blieb im Dunkel und wird wohl nur von den Fragestellern selbst zu beantworten sein. Bedauerlich deshalb, dass einer der beiden mitten in den Antworten auf seine eigenen Fragen den Saal verließ und auf Frage erklärte, das interessiere ihn nicht mehr.

Zurückgezogen wurde erfreulicherweise im Interesse des Vereinsfriedens der Antrag auf Ausschluss eines Mitgliedes des Gesamtvorstandes aus dem Verband. Über den hilfsweise gestellten Antrag auf Abwahl aus dem Vorstand hingegen wurde abgestimmt und das Vorstandsmitglied mit großer Mehrheit abgewählt.

Prof. Dr. Kersebaum, Erster Vorsitzender des Verbandes, berichtete über den Stand der Bemühungen der beiden Araberzuchtverbände, des VZAP und des ZSAA, die Zuchtrennen zu erhalten. Nach Rückzug der Verbände aus dem DRAV als Arbeitsgemeinschaft beider Verbände im Winter ins Leben gerufen, ist FUGARO (First United German Arabian Racehorse Organization) inzwischen als UG (Unternehmergesellschaft) eingetragen und wird zukünftig für die Araberrennen in Deutschland Ansprechpartner sein.

Im Rahmen der Verleihung der Elitetitel wurden fünf Stuten und Hengste geehrt. Anwesend war Michaela Kosel, die freudestrahlend die Urkunde für ihren Hengst „Black Shetan“ entgegennahm. 

Nach der Mittagspause folgte ein Vortrag von Prof. Dr. Distl von der tierärztlichen Hochschule Hannover über das Lavender Foal Syndrom, einen für das betroffene Fohlen tödlichen Gendefekt, der seinen Namen der eigenartig violetten Fellfarbe verdankt. Noch sind zu dem Testverfahren für diesen selten auftretenden Defekt, das zudem mit einem Patent belegt ist, Fragen offen, berichtete Prof. Distl. Der Antrag, alle neu einzutragenden Pferde hierauf zu testen, wurde deshalb zurückgestellt. Die weiteren Anträge auf Veröffentlichung der bis dato zu testenden Erbkrankheiten wurden positiv entschieden.

Ein großer Erfolg war die Zustimmung zu der lange geplanten Reform des Verbandes, dessen wesentliche Neuerung eine Verkleinerung des Vorstandes, eine Auflösung der ohnedies teil nicht mehr bestehenden oder unbesetzten Zuchtbezirke sowie die Schaffung von Fachausschüssen neben dem bereits bewährten Zuchtausschuss darstellt. Durch die Verkleinerung des Vorstandes wird die Diskussion der für alle Verbände anstehenden Aufgaben der kommenden Jahre erleichtert werden. Kontakt zu den Züchtern vor Ort besteht in den einzelnen Bundesländern ohnedies seit Gründung des Verbandes vor über 60 Jahren über die regionalen Zuchtbeauftragten. Viele von ihnen sind seit 20 Jahren oder länger für die Fohlenmusterung und Stuteneintragung im Zuchtgebiet zuständig und kennen Züchter, Ställe und Pferde persönlich. Aus diesen, nach Bundesländern in eine Nord- und eine Südregion eingeteilt, werden zukünftig zwei Personen zu wählen sein, die mit ihrer Wahl Mitglieder des Gesamtvorstandes werden und die Regionen vertreten. Alle weiteren Vorstandsmitglieder, darunter die Sprecher der Ausschüsse, werden in der Mitgliederversammlung gewählt werden.

Ziel ist es, durch die Entbürokratisierung für engagierte Mitglieder die Möglichkeit zu schaffen, ihre Ideen und ihr Engagement im Vorstand oder aber projektbezogen in den Ausschüssen einbringen zu können. In Zukunft wird es auch möglich sein, dass sich, wie vor Einführung der Zuchtbezirke, Mitglieder für dem Vereinszweck entsprechende Einzelprojekte wie Stutenschauen, Fohlenprämierungen und anderes zusammenfinden und projektbezogen einen Zuschuss vom Verband erhalten können.

An den Zuchtausschuss verwiesen wurde ein vieldiskutierter Antrag zweier Distanzreiterinnen zu den Prüfungsmodalitäten für Stuten, da eine Einarbeitung der Vorschläge in der Versammlung nicht möglich war. Beide Antragstellerinnen werden zu der nächsten Sitzung zusammen mit einem Fachmann eingeladen, damit sie dort ihr Konzept vorstellen und vertreten können.

Abgelehnt wurde nach ausführlicher Diskussion der Antrag auf Schaffung eines Tierschutzbeauftragten. Zwar führte die FN als Dachverband der deutschen Pferdezucht, aber auch als verantwortliche Stelle für den gesamten Reitsport unter ihrer Flagge am 1. Juni dieses Jahres einen solchen Posten ein, dem vermochte sich aus guten Gründen kein Pferdezuchtverband anzuschließen. Wann immer Fälle bekannt werden, die Hilfe oder ein Einschreiten erforderlich machen, sind die Veterinärämter zu benachrichtigen und zur Entscheidung berufen, denn nur diese haben auch wirklich die Kompetenz, Entscheidungen zu treffen.

Einhellige Zustimmung fand die Einführung eines Medienbeitrages in Höhe von 10,00 Euro je Mitglied. Damit sind die laufenden Kosten für die Betreuung des Zuchtbuch Online, des internen Bereichs für unsere Mitglieder im Internet und der Seiten im Equus Arabian abgedeckt. Das Zuchtbuch Online wird demnächst zudem um die Möglichkeit der Schaltung von Bildern bei jedem Pferd gegen Gebühr als Werbemöglichkeit erweitert werden.

Ebenso eingeführt wurde mit großer Zustimmung der Mitgliederversammlung eine Sondertermingebühr für die Musterung von Fohlen und Stuten bei Sonderanfahrten zu den Züchtern. Nachzügler, die ihre Fohlen nicht durch den Tierarzt mustern lassen wollen und sich erst nach Festlegung der Touren mit der Bitte um Sonderanfahrten melden, müssen zukünftig neben dem Kilometergeld eine Gebühr bezahlen, abhängig von der Entfernung. Damit wird die bislang geübte Praxis bundesweit vereinheitlicht.

Ganz wichtig ist eine der Viehverkehrsverordnung geschuldete Neuregelung: Alle Fohlen müssen zukünftig innerhalb der ersten sechs Monate, spätestens aber bis zum 31.12. des Geburtsjahres gemustert und gekennzeichnet (Transponder) werden. Für Fohlen, die nach dem 01.07. zur Welt kommen, gilt dies insoweit, als dass sie innerhalb der ersten sechs Lebensmonate gemustert werden müssen. Sollte dies nicht erfolgen, so erhalten diese Fohlen lediglich einen Pass von der für das betreffende Bundesland zuständigen Stelle, die Equidenpässe für nicht registrierte Equiden ausstellt, für Transporte und Impfungen (siehe Hinweis in Kasten).

Durchhaltevermögen bewiesen die Mitglieder, die bis zum Ende ausharrten und sich auch nach acht Stunden noch aktiv mit Fragen an der Vorstellung der neuen Satzung beteiligten. Ihnen und ganz besonders auch den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, die geduldig und fachkundig Fragen beantworteten und Protokoll führten, sei im Namen des Verbandes gedankt.


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