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Schenkelbrand aktuell

Bundesministerin erteilt Pferdezucht eine Absage

Hinrich Romeike wehrt sich

. 13. Oktober 2011 | Text: Karin Schweiger .

Vertreter der deutschen Pferdezucht hatten sich Ende September nach Berlin aufgemacht – mit 35.000 Unterschriften von Brand-Befürwortern im Gepäck, mit denen man bei Bundesministerin Ilse Aigner für den Erhalt der bewährten, sichtbaren Kennzeichnung werben wollte. Viel Unterstützung können sie sich von der Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nicht erhoffen – fn press meldet vom Termin:

„Angeführt von Breido Graf zu Rantzau (Breitenburg), Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), reisten Vertreter der FN und der Zuchtverbände gemeinsam mit Doppelolympiasieger Hinrich Romeike (Nübbel) nach Berlin. Nach Übergabe der Unterschriften und Fototermin ließ Aigner der Delegation nicht einmal Zeit Platz zu nehmen und beendete den Termin nach knapp 15 Minuten. Eine Fachdiskussion kam daher kaum zustande, obwohl es in dieser Auseinandersetzung viele offene Fragen gibt. Graf zu Rantzau erklärte der Ministerin die Erwartungshaltung der Deutschen Pferdezucht, dass in Deutschland auch andere Methoden als die Kennzeichnung mittels Transponder als alleinige Kennzeichnungsmethode möglich sein müssen. Die EU-Bestimmungen lassen dies ohne weiteres zu.

Bundesministerin Aigner rechtfertigte sich mit dem Prozess der Gesetzgebung und erklärte, dass ihr die Hände gebunden seien. Gleichzeitig verwies sie auf das anstehende Änderungsverfahren des Tierschutzgesetzes, in den sie ein Verbot des Schenkelbrandes einbringen wird.

„Persönlich habe ich nichts gegen den Schenkelbrand“, so Aigner, sie brauche aber eine mehrheitliche Befürwortung durch die Bundesländer. Für eine Entscheidung des Bundesrates könne ein von einem oder mehreren Bundesländern in Auftrag gegebenes wissenschaftliches Gutachten bedeutsam sein.

Graf zu Rantzau zeigte sich gleichermaßen enttäuscht und kämpferisch. „Ich halte es für nicht akzeptabel, dass hier leichtfertig ohne eine fundierte fachliche Begründung die Zukunft der Deutschen Pferdezucht aufs Spiel gesetzt werden soll“, sagte der FN-Präsident. „Die bisherigen Erfahrungen mit der Transponderkennzeichnung zeigen nachweisbare Schwächen. Die Verträglichkeit des Transponders beim Reitpferd wird in weiterführenden Gutachten zu klären sein“, so Rantzau weiter.

Doppel-Olympiasieger Hinrich Romeike, der in seiner Funktion als Aktivensprecher vor Ort war, wollte die Abfuhr der Ministerin nicht unwidersprochen hinnehmen. St. Georg online publizierte den offenen Brief, den er wenige Tage später an Frau Aigner schrieb

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